Traurige Realität
Neuer Tag an einer neuen Schule. ,,Tschüss Mama!", sagte Marcie und schloss die Haustür. Sie wohnten erste seid ein paar Tagen in dieser neuen Wohnung im Berliner Stadtteil Moabit. Es war noch viel zu früh und sie würde noch eine Weile an der Bushaltestelle stehe.
Familie Schreiber war im Spätsommer aus Peine, einem Dorf in der Nähe von Braunschweig hergezogen. Ihr Vater Erich hatte vor der Wahl gestanden, sich entweder in die Filiale seiner Firma in Berlin versetzen zu lassen oder arbeitslos zu werden. Ihm war die Wahl nicht schwer gefallen, da er das Leben in der Stadt als billiger und praktischer empfand. Nur Marcie war total unglücklich. Ihre wenigen Freuned an der Realschule Braunschweig- all das lag jetzt knappe 3 Stunden Bahnfahrt von ihr entfernt. Sie hatte nur ein einziges Mal ihre Freundin Angie besucht, aber bei dem erneuten Abschied waren so unendlich viele Tränen geflossen, dass sie erstmal keinen Mut für einen erneuten Besuch hatte.
Nun stand sie allein in der nebligen Morgendämmerung und fror trotz ihrer dicker Jacke. Dann kam der Bus angefahren. ,, Einmal Tegel bitte!" sagte Marcie zum Busfahrer und reichte ihm das Kleingeld. Es klimperte kurz im Münzschacht und dann hob der Busfahrer ihr die Fahrkarte entgegen. Sie fühlte sich beobachtet, von allen Mädchen im Bus, die in ihrem Alter waren. Beinahe alle sahen so aus wie Models. Grazil und selbstbewusst.
Das wollte Marcie auch sein. Doch mit knapp 100 Kilo fiel ihr das wesentlich schwer. ,, Hoffentlich akzeptieren sie mich in meiner neuen Klasse", dachte Marcie.
Sie suchte sich einen freien Platz und kramte in ihrer Tasche nach ihren Mp3-Player. Sie stopfte sich die Stöpsel in die Ohren und schaute aus dem Fenster.
Kurz nachdem der Bus zur nächsten Haltestelle angehalten hatte, fiel ihr ein Junge auf. Er trug eine mittelblaue Jacke, eine schwarze Jogginghose und blaue Nike Schuhe. ,, Besonders groß ist er nicht", dachte sie sich. Aber er hatte ein zuckersüßes Lächeln. Die restliche Fahrt schaute sie einfach nur aus dem Fenster, aber dieser Junge mit dem zuckersüßem Lächeln ging ihr einfach nicht aus dem Kopf...
Am Schuleingang angekommen, fiel ihr auf das ER da war. Und dann fingen die blöden Sprüche auch schon an: ,, Alter, schauts mal wie fett die ist!!!" Und dann ein Mädchen aus dem Bus, welche Marcie die ganze Zeit angestarrt hatte: ,, Tja, wie du aussiehst wirst du sicherlich keinen Typen abbekommen!", sagte sie und ging mit ihrem Freund ins Schulhaus.
,,Na Bravo, wenn das schon so anfäng..." dachte sich Marcie und ging ins Schulhaus, da es schon zur ersten Stunde geläutet hatte. Im Klassenzimmer angekommen, bat die Lehrerin Frau Hurler, sie ein paar Sätze zu sich zu sagen. ,, Hallo ich bin Marcie und..." sie entdeckte den Jungen aus dem Bus in der letzten Reihe und neben ihm der einzige freie Platz in der Klasse...
,,... und ich bin vor 3 Tagen aus Peine hergezogen". Frau Hurler deutete auf den freien Platz und sprach: ,, Der Platz ist frei, du sitzt neben Jason". Marcie setze sich auf den freien Stuhl bene ihm und versuchte ihn nicht zu beachten, aber sein Duft... er kitzelte ihr in der Nase...
Plötzlich klingelte es zur Pause. Hatte sie wirklich die ganzen zwei Stunden neben IHM gesessen und aus dem Fenster geschaut?
Seine Freunde warteten schon auf ihn und gingen in die Pausenhalle, da es angefangen hatte zu regnen. Sie setze sich auf eine Heizung, die am Rand der Halle stand.
,, Bei IHM hätte sowas wie du niemals eine Chance!Du bist viel zu fett für ihn, schau dich und seine ,,Freundinnen,, doch an, sieht eine aus wie du??", mit diesen Fragen beschäftige sie sich die ganze Pause und in den Stunden danach.
Es klingelte, Schüler strömten durch den Ausgang. Im Bus, welcher als erstes fuhr, fing sie an zu weinen. Sie packte das einfach nicht, dass sie ihn nie bekommen würde, wenn sie so aussieht. Und sie fasste einen Entschlus...
Sie wollte abnehmen...
Die nächsten paar Monate waren der Horror. Jeden Tag dumme Sprüche, die gleichen Lehrer. 2 Monate nach ihrem Entschluss wog sie 15 Kilo weniger.
Eigentlich weniger von selber abgenommen. Nein, sie nahm aus Liebeskummer ab. Wegen IHM.
Sie wusste nur von ihm, dass er Jason Till heiße und eine Busstation weiter als sie wohnt. Er beobachtete sie kaum.
Bis zu dem Tag, an dem sich Marcie mit Tränen in den Augen neben ihn setze und anfing zu weinen.
,, Was ist los?, fragte er und reichte ihr ein Taschentuch. ,, Mein Dad hatte gestern einen Unfall....er ist... tod", und schonwieder schossen ihr die Tränen in die Augen. ,,Scheiße".Das war das einzigste was er sagte, bevor er sie einfach in den Arm nahm.
,, Alles wird gut, Marcie", sagte er mit beruhigender Stimme zu ihr. Als es zur Pause klingelte, verschwand Marcie auf dem Klo. Sie schloss die Tür und setze sich auf den geschlossenen Klodeckel.
Zwei Mädchen kamen plappernd in den Vorraum, in welchem die Waschbecken standen. Marcie wischte sich die Tränen mit dem Handrücken weg und lauschte den Stimmen der Mädchen. Ihr schossen wieder die Tränen in die Augen, als eines der beiden Mädchen sagte, Jason würde nur auf schlanke Mädchen mit vollem Busen und schönem Po stehen.
Sie konnte einfach nicht mehr. Als es zum Pausenende klingelte und sie sich zum Klassenzimmer begab, bemerkte sie, dass er ein wirklich schönes Mädchen umarmte und sie zum Abschied küsste. Der Lehrer betrat den Raum und Marcie ging nach vorne und behauptete, ihr wäre schlecht.
Er gab ihr für den Rest des Tages frei, weil er fand, sie sähe wirklich blass aus.
Im Bus kippte sie beinahe um, da sie an diesem Tag noch nichts gegessen hatte und es auch nicht vorhatte.
Sie kämpfte.
Alles nur für ihn.
Alles nur damit sie ihm gefällt.
Zuhause ging der Horror von neuem los. Ihre Mutter wurde nach dem Tod ihres Mannes depressiv und find aus lauter Traurigkeit an zu trinken. Marcie war kaum noch zu Hause, da sie den Anblick ihrer Mutter nicht ertragen konnte. Es war schrecklich. Sie ging in ihr Zimmer und schloss die Türe. Ihr Zimmer war als einzigses der Wohnung aufgeräumt. Sie ließ sich auf das Bett, auf dem ihre Katze lag, fallen.
Sie überlegte, was sie gegen alle tun kann. Das Einzigste, was ihr in den Sinn kam, war der einzigste Ausweg. Sie wollte sich umbringen.
Die Feder ihres Füllers kratze auf dem Papier. Ihr Abschiedsbrief. Sie kramte im Badschrank nach dem Rasierer ihres Vaters. Sie weinte, so schlimm war es für sie. Mit einem ,,Plopp" fielen die Klingen ins Waschbecken.
Aber sie wollte den Abschiedsbrief nicht in der Wohnung rumliegen lassen. Nein, sie wollte ihn Jason bringen..
Die Keilschuhe, die sie nach der Schule achlos in die Ecke geschmissen hatte, zog sie jetzt wieder an. Den Schlauchschal um den Hals, die Jacke an und die Haustüre zu.
Ihr waren die dummen Blicke der ihr entgegen kommenden Passanten egal. Sie wollte nur den Brief zu ihm bringen.
Sie ging jedes Haus ab. Bei dem 6. fand sie seinen Namen. ,,Jason Till"
Sie klingelte, legte den Brief auf die Fußmatte und ging.
Zuhause angekommen, machte sie sich für die große Tat zurecht. Sie zog eine Jeans und ihr Lieblingsshirt an, legte sich auf das Bett und zog die Klinge durch die Adern.
Jason rann. Es war kein Rennen mehr, es war viel schneller. Er hatte es nicht gesehen, dass sie ihn liebt. Er trat die Haustüre ein, da Marcies Mutter eingeschlafen war und das Klingeln nicht gehört hatte. Marcies Arm wurde schwer. Sie schloss die Augen und wurde bewusstlos..
Nach einer langer Zeit wachte sie auf. In Jasons Armen. Ihre Pulse waren dick mit Verband umwickelt..
,, Es wird alles gut, Marcie!", sagte er und küsste sie auf die Stirn.
Neuer Tag an einer neuen Schule. ,,Tschüss Mama!", sagte Marcie und schloss die Haustür. Sie wohnten erste seid ein paar Tagen in dieser neuen Wohnung im Berliner Stadtteil Moabit. Es war noch viel zu früh und sie würde noch eine Weile an der Bushaltestelle stehe.
Familie Schreiber war im Spätsommer aus Peine, einem Dorf in der Nähe von Braunschweig hergezogen. Ihr Vater Erich hatte vor der Wahl gestanden, sich entweder in die Filiale seiner Firma in Berlin versetzen zu lassen oder arbeitslos zu werden. Ihm war die Wahl nicht schwer gefallen, da er das Leben in der Stadt als billiger und praktischer empfand. Nur Marcie war total unglücklich. Ihre wenigen Freuned an der Realschule Braunschweig- all das lag jetzt knappe 3 Stunden Bahnfahrt von ihr entfernt. Sie hatte nur ein einziges Mal ihre Freundin Angie besucht, aber bei dem erneuten Abschied waren so unendlich viele Tränen geflossen, dass sie erstmal keinen Mut für einen erneuten Besuch hatte.
Nun stand sie allein in der nebligen Morgendämmerung und fror trotz ihrer dicker Jacke. Dann kam der Bus angefahren. ,, Einmal Tegel bitte!" sagte Marcie zum Busfahrer und reichte ihm das Kleingeld. Es klimperte kurz im Münzschacht und dann hob der Busfahrer ihr die Fahrkarte entgegen. Sie fühlte sich beobachtet, von allen Mädchen im Bus, die in ihrem Alter waren. Beinahe alle sahen so aus wie Models. Grazil und selbstbewusst.
Das wollte Marcie auch sein. Doch mit knapp 100 Kilo fiel ihr das wesentlich schwer. ,, Hoffentlich akzeptieren sie mich in meiner neuen Klasse", dachte Marcie.
Sie suchte sich einen freien Platz und kramte in ihrer Tasche nach ihren Mp3-Player. Sie stopfte sich die Stöpsel in die Ohren und schaute aus dem Fenster.
Kurz nachdem der Bus zur nächsten Haltestelle angehalten hatte, fiel ihr ein Junge auf. Er trug eine mittelblaue Jacke, eine schwarze Jogginghose und blaue Nike Schuhe. ,, Besonders groß ist er nicht", dachte sie sich. Aber er hatte ein zuckersüßes Lächeln. Die restliche Fahrt schaute sie einfach nur aus dem Fenster, aber dieser Junge mit dem zuckersüßem Lächeln ging ihr einfach nicht aus dem Kopf...
Am Schuleingang angekommen, fiel ihr auf das ER da war. Und dann fingen die blöden Sprüche auch schon an: ,, Alter, schauts mal wie fett die ist!!!" Und dann ein Mädchen aus dem Bus, welche Marcie die ganze Zeit angestarrt hatte: ,, Tja, wie du aussiehst wirst du sicherlich keinen Typen abbekommen!", sagte sie und ging mit ihrem Freund ins Schulhaus.
,,Na Bravo, wenn das schon so anfäng..." dachte sich Marcie und ging ins Schulhaus, da es schon zur ersten Stunde geläutet hatte. Im Klassenzimmer angekommen, bat die Lehrerin Frau Hurler, sie ein paar Sätze zu sich zu sagen. ,, Hallo ich bin Marcie und..." sie entdeckte den Jungen aus dem Bus in der letzten Reihe und neben ihm der einzige freie Platz in der Klasse...
,,... und ich bin vor 3 Tagen aus Peine hergezogen". Frau Hurler deutete auf den freien Platz und sprach: ,, Der Platz ist frei, du sitzt neben Jason". Marcie setze sich auf den freien Stuhl bene ihm und versuchte ihn nicht zu beachten, aber sein Duft... er kitzelte ihr in der Nase...
Plötzlich klingelte es zur Pause. Hatte sie wirklich die ganzen zwei Stunden neben IHM gesessen und aus dem Fenster geschaut?
Seine Freunde warteten schon auf ihn und gingen in die Pausenhalle, da es angefangen hatte zu regnen. Sie setze sich auf eine Heizung, die am Rand der Halle stand.
,, Bei IHM hätte sowas wie du niemals eine Chance!Du bist viel zu fett für ihn, schau dich und seine ,,Freundinnen,, doch an, sieht eine aus wie du??", mit diesen Fragen beschäftige sie sich die ganze Pause und in den Stunden danach.
Es klingelte, Schüler strömten durch den Ausgang. Im Bus, welcher als erstes fuhr, fing sie an zu weinen. Sie packte das einfach nicht, dass sie ihn nie bekommen würde, wenn sie so aussieht. Und sie fasste einen Entschlus...
Sie wollte abnehmen...
Die nächsten paar Monate waren der Horror. Jeden Tag dumme Sprüche, die gleichen Lehrer. 2 Monate nach ihrem Entschluss wog sie 15 Kilo weniger.
Eigentlich weniger von selber abgenommen. Nein, sie nahm aus Liebeskummer ab. Wegen IHM.
Sie wusste nur von ihm, dass er Jason Till heiße und eine Busstation weiter als sie wohnt. Er beobachtete sie kaum.
Bis zu dem Tag, an dem sich Marcie mit Tränen in den Augen neben ihn setze und anfing zu weinen.
,, Was ist los?, fragte er und reichte ihr ein Taschentuch. ,, Mein Dad hatte gestern einen Unfall....er ist... tod", und schonwieder schossen ihr die Tränen in die Augen. ,,Scheiße".Das war das einzigste was er sagte, bevor er sie einfach in den Arm nahm.
,, Alles wird gut, Marcie", sagte er mit beruhigender Stimme zu ihr. Als es zur Pause klingelte, verschwand Marcie auf dem Klo. Sie schloss die Tür und setze sich auf den geschlossenen Klodeckel.
Zwei Mädchen kamen plappernd in den Vorraum, in welchem die Waschbecken standen. Marcie wischte sich die Tränen mit dem Handrücken weg und lauschte den Stimmen der Mädchen. Ihr schossen wieder die Tränen in die Augen, als eines der beiden Mädchen sagte, Jason würde nur auf schlanke Mädchen mit vollem Busen und schönem Po stehen.
Sie konnte einfach nicht mehr. Als es zum Pausenende klingelte und sie sich zum Klassenzimmer begab, bemerkte sie, dass er ein wirklich schönes Mädchen umarmte und sie zum Abschied küsste. Der Lehrer betrat den Raum und Marcie ging nach vorne und behauptete, ihr wäre schlecht.
Er gab ihr für den Rest des Tages frei, weil er fand, sie sähe wirklich blass aus.
Im Bus kippte sie beinahe um, da sie an diesem Tag noch nichts gegessen hatte und es auch nicht vorhatte.
Sie kämpfte.
Alles nur für ihn.
Alles nur damit sie ihm gefällt.
Zuhause ging der Horror von neuem los. Ihre Mutter wurde nach dem Tod ihres Mannes depressiv und find aus lauter Traurigkeit an zu trinken. Marcie war kaum noch zu Hause, da sie den Anblick ihrer Mutter nicht ertragen konnte. Es war schrecklich. Sie ging in ihr Zimmer und schloss die Türe. Ihr Zimmer war als einzigses der Wohnung aufgeräumt. Sie ließ sich auf das Bett, auf dem ihre Katze lag, fallen.
Sie überlegte, was sie gegen alle tun kann. Das Einzigste, was ihr in den Sinn kam, war der einzigste Ausweg. Sie wollte sich umbringen.
Die Feder ihres Füllers kratze auf dem Papier. Ihr Abschiedsbrief. Sie kramte im Badschrank nach dem Rasierer ihres Vaters. Sie weinte, so schlimm war es für sie. Mit einem ,,Plopp" fielen die Klingen ins Waschbecken.
Aber sie wollte den Abschiedsbrief nicht in der Wohnung rumliegen lassen. Nein, sie wollte ihn Jason bringen..
Die Keilschuhe, die sie nach der Schule achlos in die Ecke geschmissen hatte, zog sie jetzt wieder an. Den Schlauchschal um den Hals, die Jacke an und die Haustüre zu.
Ihr waren die dummen Blicke der ihr entgegen kommenden Passanten egal. Sie wollte nur den Brief zu ihm bringen.
Sie ging jedes Haus ab. Bei dem 6. fand sie seinen Namen. ,,Jason Till"
Sie klingelte, legte den Brief auf die Fußmatte und ging.
Zuhause angekommen, machte sie sich für die große Tat zurecht. Sie zog eine Jeans und ihr Lieblingsshirt an, legte sich auf das Bett und zog die Klinge durch die Adern.
Jason rann. Es war kein Rennen mehr, es war viel schneller. Er hatte es nicht gesehen, dass sie ihn liebt. Er trat die Haustüre ein, da Marcies Mutter eingeschlafen war und das Klingeln nicht gehört hatte. Marcies Arm wurde schwer. Sie schloss die Augen und wurde bewusstlos..
Nach einer langer Zeit wachte sie auf. In Jasons Armen. Ihre Pulse waren dick mit Verband umwickelt..
,, Es wird alles gut, Marcie!", sagte er und küsste sie auf die Stirn.
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